Sieger des Wettbewerbs „Politikverdrossenheit? – Nein, danke!“

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04.10.2022, München: Preisverleihung/Urkundenüberreichung des Wettbewerbs des Landesschülerrats „Politikverdrossenheit? – Nein, danke!“Foto: Matthias Balk/Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Im vergangenen Schuljahr hat der AK Politik unserer SMV am Wettbewerb „Politikverdrossenheit? – Nein, danke!“ des Landesschülerrats in Bayern teilgenommen. Unter der Schirmherrschaft des Staatsministers Prof. Dr. Michael Piazolo wurden dabei bayerische Schulen aller Schularten dazu aufgefordert, sich mit den Themen Politik und Partizipation auseinander zu setzen und im Rahmen schulischer Projekte auch aktiv umzusetzen.

Das große Engagement unserer Schülerinnen und Schüler führte schließlich zu einer Vielzahl von beeindruckenden Projekten. Beispielhaft anzuführen sind hierbei die Jugendbundestagswahl, das Kahoot-Quiz für die Unterstufe, die Friedenskundgebung anlässlich des Krieges in der Ukraine und der Diskussionsnachmittag zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen.

Die Gesamtheit unserer eingereichten Projekte überzeugte auch die Jurymitglieder des Wettbewerbs, so dass wir zu einer der sechs Siegerschulen Bayerns erwählt wurden und ein Preisgeld von 500 Euro erhielten.

Zur Würdigung ihres Engagements wurden unsere Schülerinnen und Schüler am 4. Oktober 2022 zu einer Führung im Bayerischen Landtag mit anschließendem Mittagessen und einer feierlichen Preisverleihung im Münchner Literaturhaus eingeladen. Anwesend waren neben den sechs Siegerschulen unter anderem die Landesschülersprecherin für Gymnasien, Marlena Thiel, der Landesschülersprecher für Mittelschulen, Frederico Ciullo, Dr. Andrea Taubenböck als geschäftsführender Vorstand der Stiftung Wertebündnis Bayern sowie der Schirmherr des Wettbewerbs Prof. Dr. Michael Piazolo.

Unter nachfolgendem Link können Sie die Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministerium zur Preisverleihung aufrufen:

https://www.km.bayern.de/pressemitteilung/12218/.html

Die Schulfamilie bedankt sich herzlichst bei allen Schülerinnen und Schülern des AK Politik, die zahlreiche Aktionen voller Leidenschaft organisiert und unsere Schule auf eine bemerkenswerte Art und Weise vertreten haben.

Text: Murat Akdağ, Fotos: Matthias Balk, Murat Akdağ & Marlena Thiel

Χαίρετε – Projekttage Griechisch 2022

Schulleiter Gerhard Nöhring mit der stolzen Sieger-Gruppe ‚Kreta’ bei der Preisverleihung

Weil Corona im Februar noch allzu aktiv war, wurden die Projekttage verschoben und jetzt am 17. und 18. Juli nachgeholt. Im Fach Griechisch haben diese zwei Tage das Ziel, die kommenden Griechischschüler und -schülerinnen spielerisch an die neue Sprache heranzuführen. An sieben Stationen konnten die Nachwuchsgräzisten sich schon mal mit der griechischen Schrift befassen – gar nicht so schwer! – und einen ersten Einblick in die Kultur der griechischen Antike gewinnen. Es galt in Form eines kleinen Wettbewerbs an sieben Stationen viel zu lernen und anschließend sein Wissen in Teamarbeit unter Beweis zu stellen.

Auch ein Hoplitenlauf in ‚voller Rüstung‘ musste absolviert werden. Den Preis gewann sehr verdient das Team von der Insel ‚Kreta‘. Wir wünschen euch allen viel Freude und Erfolg beim Griechisch lernen!

Text & Foto: Silke Hebecker

Drei Bundespreise im 69. Europäischen Wettbewerb gehen an das Gymnasium Fridericianum

58.247 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich im Schuljahr 2021/2022 am 69. Europäischen Wettbewerb mit dem Thema „Nächster Halt: Nachhaltigkeit“. Insgesamt wurden 16.773 Arbeiten eingereicht.  Drei Wettbewerbsbeiträge des Gymnasium Fridericianum haben nicht nur die bayerische Landesjury, sondern auch die Bundesjury des Europäischen Wettbewerbs überzeugt und wurden mit einem der begehrten Bundespreise ausgezeichnet.

Zum Thema „Was krabbelt und fliegt denn da?“ begeisterten Yul Engels, Karla Friedrich und Helene Krotter mit ihren Arbeiten. Unterstützt in der Ausführung wurden sie von Clarissa Imhof und Annette Bausewein-Franco.

Am 8. Juli 2022 fand die festliche Ehrung der Bundespreisträger aus Bayern durch die Bayerische Staatsregierung, vertreten von der Bayerischen Staatsministerin für Europaangelegenheiten und Internationales Melanie Huml (MDL), im Cuvilliéstheater der Residenz München statt.

Text: Andrea Wiesner-Krotter, Fotos: Nina Sandweg

Wander-Ausstellung am Fridericianum: „Aktiv-gegen-Kinderarbeit“

Im Rahmen des Programms „Bildung trifft Entwicklung“ (BtE) konnten die Fachschaften Geschichte und Religion die Wanderausstellung „Aktiv gegen Kinderarbeit“ der Organisation „earthlink“ e. V. im Juni am Fridericianum zeigen.

So war in der Aula Gelegenheit, sich an fünf sehr anschaulich und informativ gestalteten RollUps mit dem Problem der Kinderarbeit auseinanderzusetzen. Dabei lag der Schwerpunkt darauf, sich den Zusammenhang zwischen ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen weltweit und dem eigenen, alltäglichen Konsumverhalten bewusst zu machen. So wurde manche(r) doch recht nachdenklich angesichts der Tatsache, dass laut Schätzungen der International Labour Organization ca. 160 Millionen Kinder weltweit nicht-kindgerechte Arbeiten leisten müssen, und ca. die Hälfte davon unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen Stoffe für unsere Jeans färbt oder das seltene Metall Kobalt für unsere Smartphones aus den Minen kratzt …  Ein großes Plus der Ausstellung ist sicher, dass sie auch Möglichkeiten aufzeigt, wie wir alle mit Änderungen unseres Kauf- und Konsumverhaltens wenigsten einen kleinen Beitrag zur Besserung der Situation leisten können. Vielen Dank an alle Kollegen und Kolleginnen, die mit ihren Klassen oder Gruppen die Ausstellung besucht haben!

Text & Foto: Silke Hebecker

Lesung der Autorin Lisa Krusche

Wir möchten Sie herzlich zur Lesung der Autorin Lisa Krusche am Freitag, den 6. Mai 2022, um 15.00 Uhr in die Stadtbibliothek Erlangen einladen.

An diesem Tag besucht die Autorin vorher auch das Gymnasium Fridericianum und liest für die 6. Klassen aus ihrem Jugendbuch. Wir freuen uns schon heute auf ihren Besuch.

Text: Dr. Susanne Niefanger, Plakat: Stadtbibliothek Erlangen

Friedenskundgebung am Fridericianum

Um ein wichtiges Zeichen für Frieden und Solidarität mit der Ukraine zu setzen, fand am Freitag, den 18.März, in der fünften Stunde eine entsprechende Kundgebung im Pausenhof des Fridericianums statt.

Zunächst begrüßte die stellvertretende Schulleiterin, Frau Kleinöder-Strobel alle Anwesenden, auch stellvertretend für Herrn Nöhring, der terminbedingt verhindert war, über Video jedoch zugeschaltet war. Sie sagte, man habe zu leichtfertig gedacht, nicht mit Putins Angriffskrieg gerechnet. Zwar gebe es weltweit viele weitere Krieg, doch dieser sei näher und dessen Folgen seien für uns alle erlebbar. Daher sei es wichtig, sich unsere gemeinsamen Werte in Erinnerung zu rufen.

Als Zweites sprach Herr Holzhausen. In seiner Rede betonte er die Unschuldigkeit der Ukraine, sie habe nur versucht, in Freiheit und Demokratie zu leben. Da es in Kriegen wie diesen auch immer um Worte gehe, sei es wichtig, in Anbetracht der russischen „Sprachverdrehung“ nicht sprachlos zu bleiben, gerade da wir uns am humanistischen Gymnasium viel mit dem λόγος, dem Wort, auseinandersetzten. Außerdem sei es wichtig, zwischen Putin und seinem Volk zu differenzieren. Freiheit, so Holzhausen weiter, sei sagen zu können „was ist“; vor nichts hätten Tyrannen wie Putin mehr Angst, weshalb es so wichtig sei, eben jene Wahrheit in den Mittelpunkt zu stellen. An das Ende seiner Rede stellte er einen Appell an die Schülergeneration, sie müsse sich auch in Zukunft die Frage stellen, ob ihnen Wohlstand, der abzunehmen in Begriff sei oder Werte wie diese, um die es jetzt gehe, wichtiger seien.

Der nächste Redner, Fynn Geifes, Mitglied des Erlanger Jugendparlaments, stellte mögliche Begründungen für Putins Angriffskrieg dar. Dieser habe Angst, dass das demokratische Beispiel der Ukraine auch nach Russland überschwappen könne. Denn Demokratie bedeute immer Machtverlust für Autokraten wie Putin. Doch die Ukraine zeige sich widerstandsfähiger als gedacht, denn wer Freiheit kennt, könne Unterdrückung nicht ertragen und wer Frieden kenne, wolle nie wieder Krieg führen.

Demokratie jedoch, auch in Deutschland, so Geifes weiter, sei kein Selbstläufer und müsse täglich verteidigt werden. Es sei die Pflicht jedes Demokraten, nicht wegzuschauen und auch Wählen zu gehen. Das sei zuweilen mühsam, aber notwendig. Er sei überzeugt, dass Putin verlieren werden – „Die Saat der Demokratie ist ein resilientes Pflänzchen“ – dass das ukrainische Volk seine gewonnenen Freiheiten verteidige, stimme ihn hoffnungsvoll.

Auch die SMV äußerte sich auf der Kundgebung; zunächst sprachen einige Mitglieder des AK Courage ihre Ängste – vor dem Krieg, Sorgen um das Wohlergehen der vielen Flüchtlinge und die Aufrüstung – wie auch ihre Wünsche, z. B. um baldigen Frieden, aus. Dabei füllten sie Wasser aus einem Eimer in eine Vase und stellten anschließend einige Rosen hinein. Schülersprecher Nikos Apostolatos sprach anschließend noch einige Worte, begann mit einem Zitat Boris Yelzins, wonach es leicht sei, einen Thron aus Bayonetten zu bauen, aber schwer, darauf zu sitzen. Er rief dazu auf, Soldarität zu zeigen, Putins Machenschaften weder zu tolerieren noch zu ignorieren. Die SMV werde sich immer mit allen möglichen Mitteln für Frieden einsetzen. Der Schülersprecher beendete seine Rede mit dem Appell, „eure Stimme für diejenigen, die sie nicht nutzen können“ zu nutzen. Denn „ihr seid nicht unsichtbar“.

Text & Fotos: Robert Hofmann (Q11)

Info-Filme der Schülerinnen und Schüler der Unterstufe über das Fridericianum

Für die Viertklässlerinnen und Viertklässler, die vor der Wahl ihrer nächsten Schule stehen, haben Klassen der Unterstufe im Rahmen des Deutschunterrichts bei Frau Imhof während des Lockdowns Info-Filme gedreht, um die künftigen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler bei der Auswahl ihrer neuen Schule zu unterstützen, ihnen (und ihren Eltern) das Fridericianum vorzustellen und künftige Fünftklässlerinnen und Fünftklässler schon mal willkommen zu heißen.

Die Teilnahme am GFE-Filmprojekt war freiwillig, die Resonanz jedoch sehr groß, so dass hier nur eine Auswahl gezeigt werden kann, weitere Filme folgen…

Der Limes-Express an unserer Schule

„Der Limes kommt“ – so wurde die Ausstellung angekündigt – und der Limes kam. Am 14.03.2022 parkte er für Wochen in der Aula unserer Schule. Mit dieser Wanderausstellung ist es möglich, sich sowohl über den Limes (von lat. Grenze, Grenzweg) ganz allgemein – schließlich gehört er zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist mit ca. 550 km das größte Bodendenkmal Mitteleuropas -, seinen Verlauf, seine Entstehung, die Fundstätten, den Aufbau eines Kastells als auch über die Methoden der modernen Archäologie zu informieren. Wer weiß schon, was man unter Dendrochronologie versteht? Ein Wort, das aus drei verschiedenen griechischen Wörtern zusammengesetzt ist: δένδρον (Baum), χρόνος (Zeit) und λόγος (Lehre von). Könnt ihr euch denken, was das ist: Lehre von der Zeit im Baum?? Der Limes-Express erklärt es.

Selbstverständlich erzählt diese Ausstellung auch vom Leben am Limes. Hier kann man mit allen Sinnen in die damalige Welt eintauchen, z. B. an den verwendeten Gewürzen riechen, das Rosenwasser nach dem Thermenbesuch auf der Haut spüren, in einem antiken Kochbuch schmökern, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft, römische Kleidung, Schuhe oder auch Schmuck anprobieren und vieles mehr. Wieso das denn alles? Ihr dachtet, da gab es nur Soldaten, die die Grenze bewacht haben? Weit gefehlt. Um die Kastelle herum hat sich ein ganz eigenes Leben entfaltet. Der Limes-Express macht es erlebbar.

Auch wenn alle Materialien in den vielen dazugehörigen Kisten befühlt und herausgenommen werden können, ist das Highlight der Ausstellung der Koffer, in denen man nach Originalen, also nach echten Römerfunden, die im Bereich des Limes gefunden worden sind, „graben“ darf.

Unser Dank geht an die Archäologin Andrea May, die den Limes-Express konzipiert und mit aufgebaut hat, und an die Limesfachberatung des Bezirks Mittelfranken, die uns das Ganze zur Verfügung gestellt hat.

Dass es den Schülerinnen und Schülern Spaß macht, sieht man an den Bildern:

Text: Christine Graf, Fotos: Matthias Kuen

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