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Draußen vor der Tür

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Hungerwinter 1946/1947 entstand Wolfgang Borcherts Drama „Draußen vor der Tür“. Der deutsche Kriegsheimkehrer Beckmann kehrt aus der Kriegsgefangenschaft zurück in seine alte Heimat, doch werden ihm alle Türen vor der Nase zugeschlagen – er hat das Gefühl, draußen bleiben zu müssen, vielleicht auch zu wollen.

Was eigentlich in einem spezifischen Kontext geschrieben wurde, entfaltet in der Bearbeitung durch Birgit Michaeli und ihre engagierte und spielfreudige Oberstufentheatergruppe eine universelle Gültigkeit, die auch uns heute unter die Haut geht. Wie weit weg ist Krieg? Wie viele Menschen verlieren in Kampfhandlungen Leben, Lebensmut, Anschluss, Zugehörigkeit und ihre Heimat?

Das Publikum lässt sich von der effektvoll in Szene gesetzten Handlung mitreißen und spendet am Ende ebenso begeistert wie betroffen reichen Applaus. Dankeschön für den Mut, dieses Drama in die Schule zu bringen!

(Text: C. Schöffel, Bilder: M. Kuen)