Annyeonghi gaseyo

Am Tag des Sommerfests, dem letzten Mittwoch im Schuljahr, hieß es auch für Schülerinnen und Schüler Abschied nehmen von Frau Meyer. Der musikalisch-choreographische Auftritt und die Dankesworte unserer Schülersprecherin und der beiden Schülersprecher gingen zu Herzen und zeigen, wie schwer es uns allen fällt, Frau Meyer ziehen zu lassen. 안녕히 가세요 (Gehen Sie in Frieden) - und 정말 감사합니다 (Vielen Dank!). Einen guten Anfang in Seoul. Wir wünschen dir einen Empfang, der genau so herzlich ist wie der Abschied von deinem Fridericianum!(Bilder: Matthias Kuen)

Digitale Entwickelung

Digitale Entwickelungoder: Wie man gebackene Papyrusrollen liestSeit knapp 2000 Jahren schlummert am Fuße des Vesuvs ein Schatz: eine riesige Privatbibliothek, die einem Philosophen gehörte, der selbst Dauergast im Hause eines mächtigen römischen Adeligen war. 1800 Schriftrollen wurden in dem „Villa dei Papiri“ genannten Anwesen gefunden, die einzige, fast vollständig erhaltene Bibliothek der römischen Antike. Erhalten sind die Papyrusrollen, weil sie beim Ausbruch des Vesuvs im Hitzesturm karbonisiert wurden. Allerdings führte dies auch dazu, dass sie nicht mehr mechanisch entrollt werden können, denn die Lagen der Rolle sind gewissermaßen verbacken und würden bei einer Öffnung zu Krümeln zerfallen (wie zahlreiche Fehlversuche während der vergangenen 200 Jahre leider bewiesen haben). Das obenstehende Foto zeigt im Übrigen eine am 3-D-Drucker erstellte genaue Kopie einer solchen Rolle.Neue technische Verfahren lassen nun hoffen, dass die Rollen doch entwickelt werden können, und zwar auf digitale Weise. Wie dies geht, erfuhren Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen und der Q12 am vergangenen Freitag von zwei Forschenden am Informatik-Lehrstuhl 5 der FAU: Herrn Dr. Vincent Christlein und Frau Linda Schneider. Sie gehören zu einem internationalen Team, das sich mit den genannten Papyri beschäftigt. In einem anschaulichen, aber auch anspruchsvollen Vortrag zeigten sie, wie die Schichten und Oberflächen der Rollen durch extrem hochauflösende Scans in einer Art riesigem MRT sichtbar gemacht und wie die so erhobenen Farbmuster – Reste der antiken Tinte – mithilfe von KI in Buchstaben überführt werden, die dann mit etwas Glück und viel Geschick gelesen werden können. Inzwischen ist sogar eine Challenge ausgerufen worden: 1 Million € für jedes Team, das eine gesamte Rolle entziffern kann.Nach Herrn Christleins theoretischen Erläuterungen leitete Frau Schneider die Schülerinnen und Schüler an, an den Tablets selbst auszuprobieren, wie die Wissenschaftler arbeiten. So konnten sie tief in die originalen Scans zoomen, konnten die Windungen der Rollen bestimmen und nach und nach (griechische) Buchstaben entdecken.Mag sein, dass die geballte Menge an technischen Informationen den einen oder die andere etwas überrollte. Übrig bleiben wird jedoch, dass eben jetzt eine der größten Unternehmungen der Antikenforschung im Gange ist und dass dies nur in Zusammenarbeit vieler Disziplinen geschehen kann. Und eines Tages werden wir dann ungefähr wissen, was Philodemos von Gadara, der große epikureische Philosoph, im Hause der Familie Piso las und schrieb, 50 Jahre, bevor der Vesuv die Villa begrub.(Text und Foto: Benedikt Mehl)

Humblatt Podcasts

Pünktlich zum Sommerfest erscheint die neue und zugleich letzte Ausgabe unserer Schülerzeitung Humblatt in diesem Schuljahr. Wer schon vorab einen Blick – oder besser gesagt ein Ohr – auf das Titelthema und ausgewählte Artikel werfen möchte, kann bereits jetzt in unsere brandneuen Podcasts reinhören.Ein herzliches Dankeschön an Tobias Schaller für die großartige Zusammenarbeit!Ab Mittwoch ist die gedruckte Ausgabe erhältlich. Wir freuen uns auf viele Leserinnen und Leser – viel Spaß beim Entdecken, Hören und Lesen!  0:00 / 0:00 0:00 / 0:00

Wandertag der Klasse 10a

Am vergangenen Dienstag fand der Wandertag an unserer Schule statt. Die Klasse 10a verbrachte diesen, verbunden mit einer kleinen Fahrradtour, beim „PadelCity Fürth". Neben der vielen Bewegung wurde zahlreich gemeinsam gelacht, geredet und geschwitzt. Es war ein toller Tag, der allen viel Spaß bereitet hat!

Musikalische Sommer-Soiréen am Fridericianum

Zwei große Konzerte im Abstand von etwa drei Wochen - die intensive Probenzeit am Schuljahresende kann sich jeder vorstellen. Aber schon der Auftritt der "Kleinen" (Bläserklasse, Unterstufenorchester und -chor sowie Sinfonisches Blasorchester) am Dienstag, 30. Juni, ließ aufhorchen. Das fulminante Sommerkonzert der "großen" Ensembles am Mittwoch, 22. Juli, brachte das musikalische Schuljahr mit einem Beben zu Ende. Begeisterter Applaus belohnte alle Künstlerinnen und Künstler. Ein herzliches Dankeschön an euch für euer Durchhalten und eure Konzentration, und ein ebenso großes Dankeschön auch an die Musiklehrkräfte, die von musikalischer Grunderziehung bis zu komplexer Ensemblearbeit alles gegeben haben.(Text: Christian Schöffel, Bilder: Matthias Kuen)

Unterwegs durch die Alpen

Aufbruch (11.07.2026)Heute war es endlich so weit: Unser diesjähriger Alpcross hat begonnen. Schon früh am Morgen startete unser Abenteuer. Um halb acht trafen wir uns am Erlanger Hauptbahnhof und machten uns mit S-Bahn und Regionalexpress auf den Weg. Über Nürnberg und München ging es schließlich nach Murnau, wo wir gegen Mittag ankamen. Bevor die erste Etappe auf dem Fahrrad begann, stärkten wir uns bei einer entspannten Mittagspause am Staffelsee. Bei schönem Ausblick konnten wir noch einmal Kraft sammeln und die Vorfreude auf die kommenden Tage genießen.Dann hieß es endlich: rauf auf die Fahrräder. Die erste Strecke führte uns rund 25 Kilometer in Richtung Garmisch. Noch blieb die Route größtenteils eben und bot damit einen angenehmen Einstieg in die bevorstehende Alpenüberquerung. Trotzdem kam bereits echtes Alpcross-Gefühl auf. Etwa auf halber Strecke legten wir eine besondere Pause ein. In der Loisach wagten wir uns ins kalte Wasser. Die Abkühlung kostete zwar kurz Überwindung, war danach aber umso erfrischender. Anschließend machten wir uns auf die letzten Kilometer des Tages.Schließlich erreichten wir die Jugendherberge in Garmisch. Viel Zeit zum Ausruhen blieb allerdings nicht, denn schon kurz nach der Ankunft begannen die Planungen für die nächste Etappe. Der erste Tag liegt hinter uns und das eigentliche Abenteuer hat gerade erst begonnen.Tag 1: Wo war noch gleich der Fernpass?Die erste richtige Etappe unseres Alpcross hat direkt mit einer ordentlichen Portion Abenteuer begonnen! Von Garmisch aus machten sich beide Gruppen auf den Weg nach Imst, wobei es vor allem für die schwere Gruppe von Anfang an maximal spannend wurde. Die Strecke forderte den Fahrern technisch und konditionell alles ab, sodass die Bikes teilweise sogar geschoben und getragen werden mussten. Nach gut zwei Stunden voller Schweiß und Einsatz war die anstrengende Anfangsphase geschafft und beide Gruppen trafen wie geplant an einem wunderschönen Wasserfall aufeinander.Nach einer kurzen Verschnaufpause im Sprühnebel und den ersten spektakulären Urlaubsfotos ging es dann gemeinsam weiter in Richtung Fernpass. Das große Etappenziel des Tages verlangte noch einmal Konzentration, wurde aber von allen Teilnehmern absolut bravourös gemeistert. Oben angekommen fiel die Anspannung ab, denn ab da ging es eigentlich nur noch bergab: Zuerst fuhren wir hinunter zu einem wunderschönen See und danach rollte es auch schon weiter entspannt bergab in Richtung Imst. Die lange Abfahrt brachte jede Menge Fahrspaß, bis kurz vor dem Hotel doch noch eine kleine Überraschung wartete: Auf den finalen Metern mussten noch einmal ein paar wenige Höhenmeter gesammelt werden. Das war zwar nicht mehr allzu schlimm, aber nach dem langen Tag hat man sie eben doch gespürt.Am Ende wurde aber auch diese letzte Hürde erfolgreich bezwungen, sodass alle wohlbehalten, glücklich und mit müden Beinen am Etappenziel angekommen sind.Tag 2: Höhenmeter, Höllenrouten und TechnikteufelDie Etappe von Imst nach Nauders hielt für beide Gruppen jede Menge Herausforderungen bereit und wird sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Die B-Gruppe startete rund 20 Minuten vor der A-Gruppe, die sich kurz nach 9 Uhr auf den Weg machte. Während die B-Gruppe eine anspruchsvolle Adventure-Route mit steinigen und verwurzelten Trails, vielen Schiebepassagen und einem historischen Anstieg auf den…

¡Hola a todos! Andalusien 2026

Studienfahrt Andalusien Q12 SpanischkursTag 1: Ankunft in GranadaNach langer Vorfreude und Vorbereitung ging es am 8.7. früh vom Flughafen Nürnberg aus los – Ziel: Málaga, das Tor zu Andalusien! Zu Beginn der Studienfahrt gab es eine lustige Aktion: Jede Teilnehmer hatte heimlich ein witziges T-Shirt für eine andere Person aus der Gruppe besorgt – und beim gegenseitigen Verschenken gab es kein Halten mehr vor Lachen. Manche Motive waren liebevoll gemein, andere einfach nur herrlich witzig. Ein Bild von der Aktion können wir hier leider nicht veröffentlichen … Kaum aus dem Flugzeug gestiegen, empfing uns die Sonne Südspaniens. Von hier aus ging es weiter mit dem Bus nach Granada, unserem ersten großen Etappenziel dieser Studienfahrt.Die ALSA-Busfahrt durch die andalusische Landschaft war schon ein Erlebnis für sich: Olivenhaine, soweit das Auge reicht, sanfte Hügel und in der Ferne die noch leicht schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada – ein faszinierender Anblick.Granada empfing uns mit seiner ganz eigenen Mischung aus maurischem Erbe und pulsierendem spanischem Alltagsleben.Der Hunger nach der Reise war groß, und wo ließe sich der besser stillen als in den legendären Bodegas Castañeda? Dieses urige, traditionsreiche Lokal mitten in der Altstadt ist eine Institution, vollgehängt mit Schinken, alten Weinfässern als Tische und einer Atmosphäre, die sofort spanisches Lebensgefühl versprüht. Und dann kam die Überraschung, die uns alle begeisterte: Zu jedem Getränk gibt es hier gratis Tapas! Ein Prinzip, das in Granada Tradition hat und das wir alle sofort ins Herz geschlossen haben. Heute stand Rabo de Toro auf der Karte – geschmorter Ochsenschwanz, ein andalusisches Traditionsgericht, das butterzart auf der Zunge zerging. Zwischen Lachen, spanischem Sprachgewirr am Nachbartisch, dem Klappern der Teller, ersten eigenen Bestellungen auf Spanisch, benutzten Servietten am Boden, fühlte sich das wie echtes Eintauchen in die Kultur und Lebensfreude an – genau das, wovon uns Frau Beyer und Herr Böse oft schwärmten.Gut gestärkt ging es weiter zur Iglesia de Santo Domingo, der Parroquia de Santa Escolástica. Was auf den ersten Blick wie eine ruhige Kirche wirkt, hat eine düstere Geschichte: Hier tagte einst das Tribunal der Heiligen Inquisition. Die Vorstellung, an diesem Ort zu stehen, an dem über Jahrhunderte hinweg Schicksale entschieden wurden, gab dem Nachmittag eine nachdenkliche Note und machte einigen von uns eindrücklich klar, wie lebendig Geschichte hier noch spürbar ist.Dass dieser erste Tag so reibungslos und rundum gelungen ablief, ist nicht zuletzt der hervorragenden Vorplanung von Frau Beyer zu verdanken. Hier hat jemand mit Herzblut und Weitblick ein Programm zusammengestellt, das schon am ersten Tag zeigt, wie viel Liebe zum Detail dahintersteckt.Der krönende Abschluss unseres ersten Tages war die gemeinsame Wanderung hinauf zum Mirador San Nicolás im Albaicín-Viertel. Dieser Ausblick raubt einem schlicht den Atem! Von hier oben liegt einem die Alhambra direkt gegenüber, majestätisch vor dem Panorama der Sierra Nevada. Als die Sonne langsam unterging und die Festung in goldenes Licht tauchte, begleiteten nur Gitarrenklänge der Straßenmusikers den Moment.Fazit Tag 1: Ein Auftakt nach Maß! Zwischen Kulinarik, Geschichte und diesem unvergleichlichen Blick auf die Alhambra haben wir schon jetzt gespürt, warum Andalusien so viele Menschen verzaubert.…

DDR Zeitzeuge Mario Röllig aus Berlin zu Besuch am GFE

„Es wird der Tag kommen, an dem ich das graue Gefängnistor von Hohenschönhausen für immer hinter mir schließe. Aber erst, wenn in jedem Schulgeschichtsbuch steht: Die DDR war eine Diktatur!“ (Mario Röllig) Mit diesem Anliegen besuchte Mario Röllig am 1.Juli 2026 das GFE, um Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 11 von seiner Erfahrung mit der SED-Diktatur zu berichten. Nie käme man auf die Idee, dass dieser selbstbewusste und redegewandte Mann heute noch Angst hat, vor grellem Licht oder dem Geräusch von Zweitaktmotoren - Sinneseindrücke, die für ihn immer mit der Inhaftierung in Berlin Hohenschönhausen verbunden sein werden. Dabei war Röllig nicht von Anfang an ein Systemgegner. „Eigentlich wäre ich zufrieden gewesen mit der DDR“, sagt Mario Röllig über seine Jugend, „ich hatte einen privilegierten Job im Flughafenrestaurant und Geld – vermutlich wäre ich als angepasster DDR-Bürger durchs Leben gegangen, wenn das alles nicht passiert wäre.“ Doch dann passierte etwas, dass Mario Rölligs Leben für immer veränderte. Wegen seiner Freundschaft zu einem West-Berliner Politiker sollte er als Informant des DDR-Staatssicherheitsdienstes angeworben werden. Weil er dies ablehnte, wurde er massiv unter Druck gesetzt. Deshalb versuchte er über Ungarn nach Jugoslawien zu fliehen. Die ungarische Grenzpolizei verhaftete Röllig jedoch und übergab ihn dem DDR-Staatssicherheitsdienst. Daraufhin kam er für drei Monate in das Untersuchungsgefängnis nach Berlin-Hohenschönhausen.Eindrucksvoll schildert Mario Röllig den Zuhörern, wie er nach seiner Verhaftung in einem Lieferwagen verschleppt wurde – ohne zu wissen, wohin, ohne seine Angehörigen oder einen Anwalt kontaktieren zu können. Auch während der dreimonatigen Inhaftierung musste er physische und psychische Folterungen erleiden. Sie drohen ihm: „Wir sind die Staatssicherheit. Wir müssen nicht nett zu Ihnen sein.“ Und sie machen ihm Angst. Beobachten ihn durch den Spion beim Toilettengang. Verhören ihn über Stunden, dann wieder tagelang gar nicht. Erst 1997 erfuhr er aus seinen Stasi-Akten, wo er zehn Jahre zuvor inhaftiert gewesen war. Besonders schockierend daran, sein bester Freund hatte ihn jahrelang bespitzelt. Auch nach seiner Entlassung erfuhr er persönliche und berufliche Repressalien. Nach einem Protestbrief an Erich Honecker und im Rahmen des offiziellen Häftlingsfreikaufs der BRD wurde er schließlich 1988 aus der DDR ausgebürgert.Durch seine persönliche Erfahrungen ist es Mario Röllig ein besonderes Anliegen, sich öffentlich mit seiner Geschichte auseinanderzusetzen. Seit über zehn Jahren führt er bereits Zeitzeugengespräche und engagiert sich in Schüler- und Kunstprojekten für die Aufarbeitung der SED-Diktaur. Wir danken Herrn Röllig für seinen Besuch am GFE und seinen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung. Gerade heute, in der sich die Demokratie mit vielen Herausforderungen konfrontiert sieht, ist es wichtig, sich für Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte einzusetzen, da diese nicht selbstverständlich sind, wie Mario Röllig mit seiner Lebensgeschichte eindrucksvoll beweist. Ein Dank geht auch an den Verein für Menschenwürde Mittelfranken e.V. und dem Förderverein unserer Schule, die uns diesen Besuch finanziell ermöglicht haben. Text und Foto: Franziska Staschik

Zeit zum Innehalten

Drei Tage Zeit nehmen sich unsere 10. Klassen, um zusammen mit ihren Religions- und Ethiklehrkräften kurz vor dem Ende des Schuljahres und der beginnenden Oberstufe innezuhalten.Die "Besinnungstage" in der Familien- und Tagungsstätte Sulzbürg geben Anregungen für das eigene Leben und bieten eine Gelegenheit, gemeinsam Antworten wichtige Lebensfragen zu suchen. Aber auch die Klassen- und Lerngemeinschaft wird gestärkt, denn neben dem Programm bleibt genügend Zeit für Sport und Gemeinschaftserlebnisse – bei hoffentlich schönem Wetter auch im Freien.(Text: C. Schöffel, Fotos: S. Piossek)

Inhalts-Ende

Es existieren keine weiteren Seiten