GFE im Bayerischen Landtag

Am 23.04.26 besuchten wir, die Klasse 10c, zusammen mit der 11. Jahrgangsstufe, auf Einladung von Christian Zwanziger, einem lokalen Landtags-Abgeordneten der Grünen, den Bayerischen Landtag in München.Das Gebäude des Landtags, das Maximilianeum, liegt leicht erhöht und wirkte schon von außen sehr imposant auf uns. Zunächst wurden wir ein wenig durch das Gebäude geführt und haben dann einen Film gezeigt bekommen, der uns die Funktionen des Landtages erklärte, wie zum Beispiel die Gesetzgebung, die Kontrolle der Staatsregierung und die Vertretung der Bürgerinteressen. Außerdem erfuhren wir, dass das Maximilianeum ursprünglich von König Maximilian II. als Sitz der Studienstiftung für besonders begabte Studenten gegründet wurde und diese Stiftung bis heute dort untergebracht ist.Danach folgte der eigentliche Höhepunkt: Wir hatten die Möglichkeit, eine Stunde lang eine Plenarsitzung von der Besuchertribüne aus zu verfolgen. An diesem Tag wurde der bayerische Haushalt beschlossen. Obwohl die großen Entscheidungen schon längst getroffen und viele Details bereits geklärt waren und dort fertige Reden gehalten wurden, war es deutlich spannender, als wir dachten. Es gab während dieser Grundsatzdebatte immer wieder deutliche Reaktionen und Zwischenrufe der anderen Parteien, was die Sitzung lebendig und teilweise auch emotional machte, da die Abgeordneten ihre Positionen klar verteidigten oder kritisierten. Fast alle von uns saßen vorn übergelehnt und haben von unserer Zuschauertribüne aus alles gespannt verfolgt. Später, nach dem Mittagessen, durften wir noch in einen direkten Dialog mit Christian Zwanziger treten. Er hat sich die Zeit genommen, all unsere Fragen ausführlich und persönlich zu beantworten, und wirkte dabei offen und zugänglich. Er beschrieb uns seinen Alltag als Abgeordneter, wie er beispielsweise privat mit Politikern aus anderen Parteien interagiert und wie er versucht, Social Media für sich zu nutzen und möglichst bürgernah zu sein, indem er regelmäßig Veranstaltungen, auch in Erlangen, besucht, mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommt und ihre Anliegen in seine Arbeit einfließen lässt. Besonders beeindruckt hat mich, wie offen er auf unsere Fragen eingegangen ist und dass er sich wirklich Zeit für uns genommen hat.Insgesamt war der Besuch eine gute Erfahrung, weil wir Politik einmal direkt miterleben konnten und einen realistischen Eindruck vom Landtag bekommen haben.(Text: Nikita Einwag, 10c; Bilder: A. Wiesner-Krotter)

Vorgeschichte zum Anfassen

Geschichte zum Anfassen - das Team der „Vorzeitkiste“ zu Gast am GFEZwei besondere Geschichtsstunden erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a in der vergangenen Woche: Das Team der „Vorzeitkiste“ der FAU machte die Ur- und Frühgeschichte mit allen Sinnen erlebbar.Unter fachkundiger Anleitung traten die Kinder eine Reise in die Vergangenheit an – gemeinsam tauchten sie in die spannende Welt der Vor- und Frühzeit ein und lernten, wie Menschen damals lebten, jagten und ihre Werkzeuge herstellten. Besonders begeistert waren sie von den zahlreichen Repliken und Artefakten: Werkzeuge und Materialien aus der Vorzeit konnten aus nächster Nähe betrachtet und ausprobiert werden. So wurde schnell klar, wie viel Geschick und Erfindungsreichtum unsere frühen Vorfahren benötigten.Der unbestrittene Höhepunkt der Veranstaltung fand dann auf dem Pausenhof statt: Die Schülerinnen und Schüler durften ausprobieren, wie weit sie Speere mithilfe einer Speerschleuder werfen konnten. Damit konnten sie nachvollziehen, wie die Menschen der Altsteinzeit durch Beobachtung ihrer Umwelt Erkenntnisse gewannen, die sie für eine neue Technik nutzten.(Bericht: B. Michaeli - Bilder: B. Michaeli, C. Schöffel)

Planspiel: „It’s getting hot in here! Klimapolitik in der EU“

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Verhandlungen unter den Ländern

Eva und Julika: „Wir, die Bundesrepublik Deutschland, sind der Meinung, dass die EU schon 2040 klimaneutral werden sollte!“ –Jonathan und Max: „Auch wir, die Vertreter Irlands, sind für die Klimaneutralität. Aber da unsere Energiepolitik momentan noch in einer Transformationsphase ist, die auch noch länger dauern wird, sind unsere wichtigsten Energieträger nach wie vor der Torf und die Kohle. Daher ist es uns frühestens möglich 2060 klimaneutral zu werden.“Wie kommt man hier zu einem Kompromiss? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Planspiel „It's gettin' hot in here! Klimapolitik in der EU“. Am 16. Juli 2025 spielte die Klasse 11c dieses digital basierte Spiel am Frici. Dabei wurde eine Entscheidung im Rat der Europäischen Union zum Ziel der Klimaneutralität simuliert: Bis wann sollte die EU klimaneutral werden und wie kann man das erreichen, wo doch die europäischen Länder klimatechnisch ganz unterschiedlich aufgestellt sind? Die Schülerinnen und Schüler übernahmen die Rollen der EU-Umweltminister:innen und deren Delegationen und versuchten die Werte und Interessen ihres jeweiligen Mitgliedstaats durchzusetzen. So lernte die 11c zum einen die Szenario-Methode „Planspiel“ kennen und zum anderen konnten sie den Entscheidungsfindungsprozess im Ministerrat der EU nachvollziehen. Der Politikwissenschaftler Peter Correll, der extra dafür ans Frici kam, führte im Auftrag der Landeszentrale für Politische Bildung das Planspiel mit der Klasse den gesamten Schulvormittag durch. Nach harten Verhandlungen gelang es im Planspiel, einen Kompromiss zu finden und mit qualifizierter Mehrheit die Klimaneutralität der EU auf das Jahr 2045 festzusetzen.Die 11c fand das Planspiel wirklich gut gemacht, kurzweilig und mit großem spielerischen Lerneffekt.Text und Fotos: Die Klasse 11c und Andrea Wiesner-Krotter Abstimmung in der Delegation Tagung des Ministerrats Verhandlungen unter den Ländern

Nachkriegsliteratur im Alten Rom?

Am Donnerstag, 8. Mai, findet wieder eine Abendveranstaltung in der Reihe "Humanistischer Dialog" statt, zu der wir alle Interessierten herzlich einladen!Prof. Dr. Stefan Freund, Professor für Klassische Philologie/Latein an der Bergischen Universität Wuppertal, spricht über das Thema "Nachkriegsliteratur im Alten Rom: eine ungewohnte Sicht auf die Augusteische Klassik". Beginn: 19:30 Uhr im Wintergarten.Wir freuen uns auf angeregte Gespräche.(Bild: ChatGPT)

Der letzte Zug

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Foto: Matthias Kuen 2025

Man stelle sich vor: Ein junger Mann hat einen deutschen Pass, ist vielleicht hier geboren, er ist in Deutschland aufgewachsen, fühlt sich als Deutscher, hat sich für Deutschland eingesetzt – und plötzlich ist er in seinem Heimatland nicht mehr willkommen, wird beleidigt, gedemütigt, angegriffen, verfolgt und soll am besten das Land verlassen. Von vielen Menschen, die sich als „echte“ Deutsche bezeichnen, wird er nicht als solcher angesehen. Warum? Weil er sich irgendwie unterscheidet; dies reicht den meisten schon, um ihn abzulehnen. Diese Menschen behaupten – und sie werden immer mehr –, der junge Mann schade dem Land und seinen Menschen, und er nutze es aus. Weil er dies aber nicht glauben will, bleibt er – denn es werden vielleicht auch wieder bessere Zeiten kommen. Doch die kommen nicht und es wird schleichend immer schlimmer …Darum geht es im Figurentheaterstück „Der letzte Zug“: Es ist das Jahr 1945. Siegfried, Margarethe und Jakob Goldberger sind die einzigen Überlebenden einer großen jüdischen Familie. Bei einem Schachspiel blicken sie Zug um Zug auf die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit zurück. Die Geschichte, an die sich die Goldbergers erinnern, beginnt im Jahr 1929: Siegfried Goldberger verlobt sich mit der Christin Margarethe. Noch sehen sie voller Zuversicht in die Zukunft. Doch schon bald verändert sich ihr ganzes Leben. Während das Paar sich frühzeitig in die USA absetzt, weigert sich der Vater Jakob mit den übrigen Familienmitgliedern seine deutsche Heimat zu verlassen. Als er sich endlich zur Flucht entscheidet, werden die Goldbergers von den Nationalsozialisten „evakuiert“. So beschreibt das Theater Kuckucksheim den Inhalt des Stücks auf seiner Homepage.Am Montag, den 26. Februar 2025 führte Stefan Kügel es in der Aula des Gymnasium Fridericianum vor 200 Schülerinnen und Schülern der 9. bis 12. Jahrgangsstufe und Lehrkräften auf. Mit jiddischen Liedern, historischen Originalaufzeichnungen und Berichten von aus Franken stammenden Zeitzeugen, aus Adelsdorf vor allem, wird diese Geschichte von Liebe und Leid, Vertrauen und Misstrauen, Heimat und Fremde begleitet. Nachdenklich und ergriffen hat es die Zuschauerinnen und Zuschauer hinterlassen.Nach der Vorstellung bestand die Gelegenheit, Fragen an den Schauspieler zu stellen. Stefan Kügel schilderte, wie es zu diesem Stück kam und warum es ihm ein Anliegen ist, dies gerade vor Schülern zu spielen: Der reichen jüdischen Kultur und der Gemeinde von Adelsdorf sowie deren Überlebenden des Holocaust soll damit ein Denkmal gesetzt werden, so dass diese nicht in Vergessenheit geraten. Zudem ist es ihm ein Herzensanliegen, gerade mit Blick auf unsere Gegenwart, vor Rechtsextremismus und der Beschädigung der Demokratie zu warnen. Aus genau diesem Grund setzten wir Organisatorinnen uns dafür ein, diese Aufführung an unsere Schule zu holen. Gerade weil populistische Strömungen, rechtsradikale und antisemitische Haltungen und Straftaten momentan in Deutschland und weltweit wieder zunehmen, ist Rechtsextremismus- und Antisemitismusprävention zunehmend gefragt. Hier will das Frici seinen Beitrag leisten, und seine Schülerinnen und Schülern in ihrer Entwicklung hin zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern einer Demokratie unterstützen. Diese Theatervorstellung stellt einen künstlerischen Zugang dar und ergänzt die zahlreichen anderen Bausteine und Ansätze des Fridericianum auf diesem Themenfeld. Ohne eine finanzielle Förderung durch die Bürgerbewegung…

Mit den 9. Klassen in der KZ-Gedenkstätte Dachau

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Wenn ich an das Konzentrationslager Dachau denke, dann fällt mir ein ... (Schülerskizze)

Am 19. Februar 2025 besuchten die 9. Klassen des Gymnasium Fridericianum Erlangen das Konzentrationslager Dachau. Der Ausflug war Teil des Geschichtsunterrichts und sollte den Schülerinnen und Schülern helfen, noch mehr über den Nationalsozialismus und die Auswirkungen von Diskriminierung, Intoleranz und Gewalt zu verstehen.Die weitläufige Anlage wirkte am Anfang gar nicht so bedrohlich oder beklemmend. Erst im Laufe der Führung durch erfahrene Lehrkräfte des Effner-Gymnasiums erfassten die Schülerinnen und Schüler den Schrecken und die bedrückende Atmosphäre dieses Ortes immer mehr. Die Rundgangsleiterinnen und -leiter führten die 9. Klassen in drei Gruppen durch die verschiedenen Bereiche des Lagers und brachten ihnen die schrecklichen Ereignisse, die dort stattfanden, näher.Dachau wurde 1933 als erstes Konzentrationslager der Nationalsozialisten eröffnet und wurde schnell zu einem Symbol für das Leid und die Grausamkeit des 3. Reichs. Ein bekannter, derber Ausspruch zur damaligen Zeit war: „Halt’s Maul, sonst kommst du nach Dachau.“ Die Klassen besichtigten die Baracken, das Lagergelände, die Krematorien und danach die verschiedenen Ausstellungen, die die Lebensbedingungen der Häftlinge, die verschiedenen Häftlingsgruppen und die grausamen medizinischen Experimente dokumentierten. Eine Schülerin schildert ihre Eindrücke folgendermaßen: „Die Bäume zwischen den Baracken haben mich sehr beeindruckt. Die Häftlinge sahen sie jeden Tag. Ich stelle mir vor, dass die Bäume für die Häftlinge eine Bedeutung hatten. Dazu fallen mir viele verschiedene Möglichkeiten ein, über die ich einfach noch nachdenken muss. – Berührt hat mich auch ein dickes Buch im Gedenkraum, worin alle Opfer des Konzentrationslagers verzeichnet waren. Die vielen Seiten mit Namen über Namen, wie in einem Telefonbuch aufgelistet, haben mir bildlich die 42.000 Menschen vor Augen geführt, die in Dachau gestorben sind.“Der Besuch des Konzentrationslagers Dachau war für die Schüler eine eindringliche Erfahrung. Sie vertieften so nicht nur ihr Wissen über die Geschichte des Nationalsozialismus, sondern auch über die Bedeutung von Menschlichkeit, Empathie und dem Einsatz für die Rechte anderer. Insgesamt war dies eine wichtige Gelegenheit, um die Vergangenheit zu reflektieren und hoffentlich Lehren daraus für die Zukunft zu ziehen.Text und Gestaltung: Emilia, Lena (9a) und Andrea Wiesner-Krotter 

Und der Wahlsieger ist …

Die Juniorwahl zur Bundestagswahl 2025 am FriciAm 18. und 20. Februar 2025 fand am Frici die Juniorwahl statt. Diese ist eine bundesweite Initiative, die es Schülerinnen und Schülern ermöglicht, im Vorfeld der regulären Wahlen ihre Stimme abzugeben und so den demokratischen Prozess bei Wahlen kennenzulernen.Die Vorbereitungen für die Juniorwahl begannen bereits einige Wochen vor dem eigentlichen Wahltag. Gemeinsam mit den Lehrkräften erarbeiteten sich unsere Wahlberechtigten, Schülerinnen und Schüler von der 8. bis zur 12. Jahrgangsstufe, die Funktionsweise von Wahlen, den Ablauf des Wahlvorgangs, das Wahlsystem, die Bedeutung von politischen Parteien und die Rolle der Wählerinnen und Wähler. Dabei wurden auch die aktuellen politischen Themen und die Programme der zur Wahl stehenden Parteien analysiert und diskutiert.Am Wahltag selbst war eine engagierte, heitere Abgeklärtheit spürbar: Unsere Jugendlichen zeigten sich als Wahlprofis. Im Wintergarten, unserem Wahllokal, gaben sie ihre Stimmen ab. Jede und jeder hatten eine Wahlbenachrichtigung erhalten und war im Wählerverzeichnis registriert. Mit dem Stimmzettel ging es in die Wahlkabinen und dann zur Wahlurne. Die Wahlbeteiligung lag bei ca. 73 % und wäre sicherlich noch höher gewesen, wenn nicht die Grippe- und Erkältungswelle viele von der Wahl abgehalten hätte. Der reibungslose Ablauf am Wahltag klappte auch deswegen so gut, weil das Wahlhelfer-Team, Mitglieder des AK-Politik, schon Erfahrungen in der Juniorwahl zur Europawahl 2024 gesammelt hatte.Als am 24. Februar dann die Ergebnisse der Juniorwahl bundesweit und am Frici ausgehängt wurden, bildeten sich dichte Trauben vor den Stellwänden. Gegen den bundes- und bayernweiten Trend waren die Grünen die Wahlsieger am GFE. In den Wahlnachlesen wurde klassenintern das Ergebnis ausführlich und kontrovers diskutiert.(Text u. Bilder: A. Wiesner-Krotter)

Einfach klassisch: Weimar

Die Schülerinnen und Schüler unserer Q12 sind am Mittwoch, 19. Februar, gut im Hostel im leicht verschneiten Weimar angekommen. Den Auftakt der Kultur-, Geschichts-, Literatur- und Theaterfahrt bildete der beeindruckende Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald. Die Lagerfläche war komplett verschneit, so dass sich die dunklen Fundamente stark von der hellen Fläche abzeichneten. Dadurch konnte man sich die Ausmaße des Lagers sehr gut vorstellen.Den Donnerstag über waren die Schülerinnen und Schüler kursweise in Weimar unterwegs. Der Tag beleuchtete die vielen Facetten, die Weimar zu bieten hat: angefangen vom „Freischwinger“, einem Design-Klassiker des Bauhaus-Museums, der besessen und auf seine Bequemlichkeit hin geprüft werden durfte, über den Wittumspalais der Herzogin Anna Amalia, den mit Anekdoten zu Goethes Leben garnierten Fußweg zum Gartenhaus bis hin zum tatsächlichen Buch-Aufschlagen in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, die nach dem großen Brand 2004 liebevoll wieder restauriert worden war.Kulturell vollgepackt war der Freitag: Vom Grab von Christiane Vulpius zum Goethe-Wohnhaus und Museum, Schiller-Wohnhaus, Caspar David Friedrich-Sonderausstellung, und abends dann noch Faust im Nationaltheater, bevor spät am Abend die Rückfahrt angetreten wird. Klassik ist nicht nur berückend schön, sie kann auch wirklich anstrengend sein!Kommt gut und sicher wieder zurück und erholt euch über das Wochenende! Vielen Dank für alle, die diese Fahrt unterstützt und möglich gemacht haben - auch an die Eltern!(Text: C. Schöffel, Fotos: S. Segler und Schülerinnen und Schüler der Q12) Alle

  • Beitrags-Kategorie:Geschichte

Ein Besuch im Bayerischen Landtag

Am 3. Juli 2024 besuchte die Klasse 10a des GFE zusammen mit Lehrkräften, Frau Winter und Frau Wiesner-Krotter den Bayerischen Landtag im Rahmen des Programms „Lernort Staatsregierung“. Darüber möchte ich im Folgenden aus meiner persönlichen Sicht heraus berichten: Beginnen wir mit einer Gliederung. Der Tag kann in sechs Abschnitte zusammengefasst werden:HinfahrtMittagessenEinweisung in die Arbeitsweise des LandtagesEinstündige Plenarsitzung Einstündiges Treffen und Gespräch mit fünf AbgeordnetenRückfahrtAls Transportmittel wählten wir die Deutsche Bahn. Das Landtagsamt übernahm nach einigem Hin- und Her tatsächlich die gesamten Transportkosten, erfreulicherweise waren die Züge pünktlich und wir kamen fast ohne Verspätungen morgens in München und am frühen Abend wieder in Erlangen an. Vormittags erkundeten wir in Kleingruppen selbständig die Münchner Innenstadt, wobei nur 1,5 Stunden zur Verfügung standen und es auch leider immer wieder regnete. Pünktlich um 11:30 kamen wir am Landtag an und wurden zunächst einmal zum Mittagessen in die Landtagskantine eingeladen. Schnitzel und Pommes sowie Kässpatzen waren sehr gut zubereitet, allerdings mussten wir lange auf das Essen warten. So verringerte sich leider unsere Zeit, die wir für die Einweisung in die Arbeitsweise des Landtages eingeplant hatten.Die Einweisung, von einer Mitarbeiterin des Landtagsbüros gemacht, war also relativ kurz. Sie erklärte uns vor allem, wie Gesetze in Bayern zustande kommen. Spannender war die Plenarsitzung – jedoch nicht wegen des Themas (hier ging es vor allem um die 1. Lesung eines Gesetzesvorschlags der Staatsregierung zur Änderung des Bayerischen Mediengesetzes). Weil wir wenig Wissen dazu hatten, war es nicht einfach, den Ausführungen der einzelnen Fachmänner und Fachfrauen der Parteien zu folgen. Interessanter war der Eindruck, wie die Parteien und Abgeordneten miteinander umgingen. Der Bayerische Ministerpräsident ‘lümmelte‘ während der Vorstellung des Gesetzes auf der Regierungsbank, schwätzte dann mit einem seiner Minister bei den Redebeiträgen von Oppositions-Abgeordneten und naschte zudem Kirschen unter der Bank. Die Fachfrauen und -männer der Parteien hingegen waren motiviert, ihre Meinung zu der Gesetzesänderung darzustellen. Insgesamt fasst eine Äußerung meines Klassenkameraden das Verhalten der Abgeordneten meiner Meinung nach treffend zusammen: „das war wie ein Streit im Kindergarten“: Während die einen redeten, riefen die anderen dazwischen, Abgeordnete beklatschen nur die Beiträge ihrer eigenen Partei. Trotzdem ging es einigermaßen gesittet zu, doch hatte ich den Eindruck, dass es den Parteien nicht um ein Miteinander und um die beste Lösung für das Gesetz ging, sondern darum, sich selbst ins beste Licht zu rücken. Dabei sahen die CSU und die Freien Wähler das neue Gesetz als gelungen an, die AfD verstand darunter eine Zensur der freien Meinungsäußerung und eine Zwangserfüllung von EU-Vorgaben, die SPD und die Grünen kritisierten es in manchen Aspekten und bescheinigten den Regierungsparteien eine schlechte handwerkliche Ausführung des Gesetzes. Nach der turbulenten freien Aussprache wurde das Gesetz an den dafür zuständigen Ausschuss verwiesen und weiter ging es mit der nächsten Gesetzeslesung. Der Landtag hatte an diesem Tag sehr viele Gesetzesvorlage abzuarbeiten und die Plenarsitzung ging wohl bis weit in die tiefe Nacht hinein.Wir wurden jedoch nach einer Stunde zu einem kleineren Ausschuss- und Sitzungssaal geführt, wo wir fünf Landtagsabgeordnete treffen konnten. Als erstes fiel uns auf, dass Herr Mang…

  • Beitrags-Kategorie:Geschichte

Stefan Müller zu Besuch am Gymnasium Fridericianum in Erlangen

Am 18. November 2022 besuchte Stefan Müller, MdB der CSU, auf Einladung von Frau Wiesner- Krotter im Rahmen des Sozialkundeunterrichts bei Herrn Durmann die Klasse 10b. Im Jahr 2002 wurde Stefan Müller erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt. Heute ist er der parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag und zuständig für den Kreis Erlangen und drei weiteren Gemeinden des Landkreises Erlangen-Höchstadt. Während seines Besuchs am GFE stellten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b Fragen über seine politische Arbeit und Auffassung.Das erste große Thema der Gesprächsrunde war die Arbeit der Ampel-Koalition. Insbesondere wurden die Klima-Politik der Regierung und die Vorstellungen der CSU darüber hitzig diskutiert. Im weiteren Gesprächsverlauf ging es um die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Migration nach Deutschland sowie um die Möglichkeiten und Grenzen deutscher Politik im Hinblick auf den anhaltenden Krieg in der Ukraine. Dabei beantwortete Stefan Müller alle Fragen der Klasse ausführlich und ging besonders auf die Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung als verantwortlicher Mandatsträger ein.Der Besuch von Stefan Müller am GFE war für alle Beteiligten sowohl informativ als auch unterhaltend und gewährte allen Schülerinnen und Schülern der Klasse 10b einen kleinen Einblick in das Leben eines Politikers. Christian Scherzer, Aris Härtl (10b)

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