Kunstexkursion der Q12 in das Kunstpalais ErlangenAm 11. und am 12.02.2026 besuchten die beiden Q12-Kunstkurse die aktuellen Ausstellungen im Kunstpalais Erlangen. Schon beim Betreten der Ausstellungsräume merkten wir, dass uns etwas anderes erwartete als ein „klassischer“ Museumsbesuch mit Bildern, die einfach nur nebeneinander an der Wand hängen. Stattdessen begegneten wir moderner Kunst, die den ganzen Raum einbezog und eine ganz besondere Atmosphäre schuf.Als erstes schauten wir uns die Ausstellung „Protest of Peculiars“ von Andrej Dúbravský an. Diese hinterließ bei uns einen bleibenden Eindruck. Die Werke, die Bienen, Frösche, aber auch Menschen in ihrer Nacktheit darstellten, wirkten teilweise vertraut, aber auch seltsam anders. Genau dieses „Anderssein“ machte sie spannend. Man musste genauer hinsehen und sich selbst fragen, was der Künstler ausdrücken möchte. Uns wurde bewusst, dass zeitgenössische Kunst nicht immer sofort verständlich sein muss. Manchmal soll sie irritieren, Fragen aufwerfen oder sogar verwirren.Diese Verwirrung wurde auch in der 2. Ausstellung aufgegriffen. Denn die Ausstellung „Echo Organs“ von melanie bonajo hat uns alle sehr überrascht. Die Rauminstallationen wirkten auf uns gleichzeitig schön und ungewohnt. Es ging nicht nur darum, etwas anzuschauen, sondern die Installation als Ganzes wahrzunehmen. Licht, Farben, Klänge und die Anordnung im Raum spielten zusammen. Dadurch entstand eine Stimmung, die uns zuerst etwas perplex machte, weil wir so eine Art von Präsentation noch nicht kannten. Gleichzeitig waren wir fasziniert davon, wie stark ein Raum Gefühle auslösen kann, wie z.B. Gelassenheit, Neugier, Verwirrtheit oder auch Bewunderung.Im Unterricht haben wir zuvor über die Kunstart der Rauminstallation gesprochen. Dabei geht es darum, dass nicht nur ein einzelnes Kunstwerk im Mittelpunkt steht, sondern der gesamte Raum Teil des Kunstwerks wird. Der Betrachter bewegt sich darin und wird selbst ein Teil der Installation. Im Kunstpalais konnten wir somit dieses Wissen endlich direkt erleben. Wir haben gemerkt, dass Rauminstallationen ganz anders wirken als Bilder in einem Lehrbuch – sie umgeben einen und sprechen mehrere Sinne gleichzeitig an.Insgesamt war der Besuch im Kunstpalais für uns eine interessante und bereichernde Erfahrung. Wir waren überrascht, teilweise auch verwirrt, aber vor allem fasziniert. Die Ausstellungen waren anders, ungewohnt und genau deshalb so spannend. Der Ausflug hat uns gezeigt, dass Kunst nicht immer eindeutig sein muss, sondern gerade durch ihre Offenheit zum Nachdenken anregt.Vielen Dank an Herrn Mages und das Kunstpalais, dass uns dieser Besuch ermöglicht wurde.(Text: J. Segler, Q12; Bilder: W. Mages)