Digitale Entwickelung

Digitale Entwickelungoder: Wie man gebackene Papyrusrollen liestSeit knapp 2000 Jahren schlummert am Fuße des Vesuvs ein Schatz: eine riesige Privatbibliothek, die einem Philosophen gehörte, der selbst Dauergast im Hause eines mächtigen römischen Adeligen war. 1800 Schriftrollen wurden in dem „Villa dei Papiri“ genannten Anwesen gefunden, die einzige, fast vollständig erhaltene Bibliothek der römischen Antike. Erhalten sind die Papyrusrollen, weil sie beim Ausbruch des Vesuvs im Hitzesturm karbonisiert wurden. Allerdings führte dies auch dazu, dass sie nicht mehr mechanisch entrollt werden können, denn die Lagen der Rolle sind gewissermaßen verbacken und würden bei einer Öffnung zu Krümeln zerfallen (wie zahlreiche Fehlversuche während der vergangenen 200 Jahre leider bewiesen haben). Das obenstehende Foto zeigt im Übrigen eine am 3-D-Drucker erstellte genaue Kopie einer solchen Rolle.Neue technische Verfahren lassen nun hoffen, dass die Rollen doch entwickelt werden können, und zwar auf digitale Weise. Wie dies geht, erfuhren Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen und der Q12 am vergangenen Freitag von zwei Forschenden am Informatik-Lehrstuhl 5 der FAU: Herrn Dr. Vincent Christlein und Frau Linda Schneider. Sie gehören zu einem internationalen Team, das sich mit den genannten Papyri beschäftigt. In einem anschaulichen, aber auch anspruchsvollen Vortrag zeigten sie, wie die Schichten und Oberflächen der Rollen durch extrem hochauflösende Scans in einer Art riesigem MRT sichtbar gemacht und wie die so erhobenen Farbmuster – Reste der antiken Tinte – mithilfe von KI in Buchstaben überführt werden, die dann mit etwas Glück und viel Geschick gelesen werden können. Inzwischen ist sogar eine Challenge ausgerufen worden: 1 Million € für jedes Team, das eine gesamte Rolle entziffern kann.Nach Herrn Christleins theoretischen Erläuterungen leitete Frau Schneider die Schülerinnen und Schüler an, an den Tablets selbst auszuprobieren, wie die Wissenschaftler arbeiten. So konnten sie tief in die originalen Scans zoomen, konnten die Windungen der Rollen bestimmen und nach und nach (griechische) Buchstaben entdecken.Mag sein, dass die geballte Menge an technischen Informationen den einen oder die andere etwas überrollte. Übrig bleiben wird jedoch, dass eben jetzt eine der größten Unternehmungen der Antikenforschung im Gange ist und dass dies nur in Zusammenarbeit vieler Disziplinen geschehen kann. Und eines Tages werden wir dann ungefähr wissen, was Philodemos von Gadara, der große epikureische Philosoph, im Hause der Familie Piso las und schrieb, 50 Jahre, bevor der Vesuv die Villa begrub.(Text und Foto: Benedikt Mehl)

Experimente antworten

Wir gratulieren allen Schülerinnen und Schülern, die mit Erfolg am Wettbewerb "Experimente antworten" teilgenommen und damit ihre Neugierde und ihren Spaß am Entdecken bewiesen haben. Schön, euch so strahlend lachen zu sehen! Ein herzliches Dankeschön auch an euren Betreuer, Herrn Böse. (Foto/Text: C. Schöffel)

Tolle Leistungen in Mathe und Physik

Im neuen Jahr konnten die Schülerinnen und Schüler, die an den Wettbewerben "Mathe im Advent" bzw. "Physik im Advent" mit Erfolg teilgenommen hatten, ihre Belohnung entgegennehmen: Stolz zeigten sie ihre Urkunden und einen kleine, liebevoll von Frau Kurka gepackte Aufmerksamkeit in die Kamera. Toll gemacht, herzliche Glückwünsche und vielen Dank fürs Mitmachen!

Naturwissenschaftler strahlen am Fridericianum

So strahlen Schülerinnen und Schüler, die nicht nur Freude am Experimentieren haben, sondern auch erfolgreich eine Aufgabe zu einem naturwissenschaftlichen Phänomen selbstständig zuhause mithilfe von Alltagschemikalien und -geräten aus Drogerie und Baumarkt bewältigen konnten.Für ihr gutes Abschneiden im Wettbewerb "Experimente antworten" wurden Marlene, Hendrik, Laurin und David mit einer Urkunde und einem Sachpreis geehrt. Und da ist es kein Wunder, dass auch Herr Böse, ihr Betreuungslehrer, strahlt! Herzlichen Glückwunsch, das habt ihr alle wirklich toll gemacht!(Bild/Text: C. Schöffel)

Spitze bei „Experimente antworten“

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von links: Hr. Böse, Hendrik, Marlene, David, Laurin, Robyn, Anija und Fr. Meyer (es fehlen Johanna und Isabelle )

Preisverleihung "Experimente antworten"Der naturwissenschaftliche Wettbewerb „Experimente antworten“ hat wieder einmal am Fridericianum für Begeisterung gesorgt. Experimente, die Ausdruck von Neugierde und Entdeckungsfreude sind, bilden die Grundlage des Wettbewerbs. Das Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler für das Experimentieren und die Naturwissenschaften zu begeistern und sie für weitere Wettbewerbe wie die naturwissenschaftlichen Olympiaden zu gewinnen.Die Teilnahme am Wettbewerb „Experimente antworten“ hat am Fridericianum eine lange Tradition. In der ersten Runde des Landeswettbewerbs „Experimente antworten“ 2024/25 mit dem Thema „Solche Früchtchen!“ wurden 8 Schüler der Klasse 5a ausgezeichnet. Die spannende Aufgabe bestand darin, Versuche mit Früchten und Joghurt durchzuführen und zu dokumentieren. Dabei ging es vor allem um die in den Lebensmitteln enthaltenen Enzyme und deren Einfluss auf den Abbau von Gummibärchen. Zudem wurde der Einfluss von Fein- und Vollwaschmittel auf die Konsistenz von Joghurt untersucht. Dreimal pro Schuljahr erhalten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 8 eine Experimentieraufgabe zu einem naturwissenschaftlichen Phänomen. Alle Teilnehmer, die die Aufgaben fristgerecht bearbeiten, sinnvoll auswerten und nachvollziehbar dokumentieren, erhalten eine Urkunde. Besonders herausragende Ausarbeitungen werden zusätzlich mit kleinen Sachpreisen gewürdigt. Schüler, die bei allen drei Runden eines Schuljahres sehr erfolgreich waren, werden zu einer Preisverleihung ins Deutsche Museum nach München eingeladen und erhalten den sogenannten Superpreis. von links: Hr. Böse, Hendrik, Marlene, David, Laurin, Robyn, Anija und Fr. Meyer (es fehlen Johanna und Isabelle)Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer und viel Erfolg bei den kommenden Runden!(Bild: B. Leisgang, Text T. Böse)

  • Beitrags-Kategorie:Physik

W-Seminar

Seit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums belegen die Oberstufenschülerinnen und -schüler ein W-Seminar (der Name steht für „Wissenschaftspropädeutisches Seminar), in dem eine Seminararbeit anzufertigen ist – ähnlich der früheren Facharbeit im Leistungskurs. Die Fachschaft Physik führte bereits etliche W-Seminare durch; dabei ging es um fächerübergreifende Themen wie „Physik und Sport“ oder „Physik und Musik“, aber auch um „Messen mit Sensoren und Smartphones“ und „Videoanalyse von Experimenten“. So entstanden auch mehrere der Zeitlupenvideos, die im YouTube-Kanal „GFE-Physik“ zu finden sind unter https://www.youtube.com/channel/UCi9cGiXibDv3LC81je29LJw/videos

  • Beitrags-Kategorie:Physik

Raumausstattung

Das GFE verfügt im Physikbereich über zwei Lehrsäle und einen Übungsraum. Damit sind wir räumlich gut ausgestattet; die aufsteigende Bestuhlung in den Lehrsälen ermöglicht den Teilnehmern am Physikunterricht von überall aus einen guten Blick auf die Experimente. Selbstverständlich befindet sich in jedem Zimmer ein Computer samt Beamer, so dass mit Hilfe von Dokumentenkameras auch kleinere Exponate gut sichtbar gezeigt werden können.

  • Beitrags-Kategorie:Physik

Physikalische Sammlung

Schon immer war es den Physiklehrern am GFE ein Anliegen, über eine gut und reichhaltig ausgestattete Gerätesammlung zu verfügen und diese kontinuierlich zu erweitern. Alle wichtigen Experimente eines traditionellen Physikunterrichts konnten und können gezeigt werden; in vielen Bereichen sind zudem über den Standard hinausgehende Versuche möglich. Selbstverständlich werden auch neue Entwicklungen berücksichtigt und zielstrebig in den Physikunterricht integriert. Die umfangreiche Ausstattung kann auf jeden Fall mit der von Physik-Seminarschulen mithalten, wenn diese nicht manchmal sogar übertreffen. Zusätzlich gibt es für einen motivierenden Einstieg in ein neues Unterrichtsthema viele Anschauungsobjekte, bei denen physikalische Prinzipien in spielerischer Weise umgesetzt sind.

  • Beitrags-Kategorie:Physik

Moderne Sensorik

Um viele Messwerte bei Experimenten bequem aufnehmen zu können, gibt es am GFE eine reichhaltige Sammlung diverser Sensoren der US-Firma Vernier. Damit können zuverlässige Messungen in nahezu allen Fachbereichen der Physik vorgenommen werden – und auch in W-Seminaren kommt die Sensorik gewinnbringend zum Einsatz. Außerdem sind etliche Interfaces als Bindeglied zwischen Sensoren und Computern vorrätig – und über den in jedem Physikraum seit vielen Jahren vorhandenen Beamer können Messwertreihen und Diagramme für alle Anwesenden gut sichtbar dargestellt werden. Die hierfür nötige Software LoggerPro bzw. Graphical Analysis kann überdies von jedem Mitglied der Schulfamilie kostenlos genutzt werden, so dass auch häusliche Auswertungen möglich sind.Weitere Einzelheiten zu den Sensoren, Interfaces bzw. der Software und deren Anwendung findet man auf der Webseite der Fa. Vernier: https://www.vernier.com/Auch in modernen Smartphones sind viele Sensoren verbaut, die man für Messungen verwenden kann. Allerdings braucht man dazu eine passende App; wir empfehlen https://phyphox.org/de/home-de/Dem „Verein der Freunde des humanistischen Gymnasiums“ danken wir an dieser Stelle für die großzügige finanzielle Unterstützung zur regelmäßigen Erweiterung der Sammlung!

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Physiksimulationen im Internet

Bei etlichen physikalischen Inhalten helfen Simulationen, um die Sachverhalte zu veranschaulichen. Inhaltlich gut gemacht und mit vielen interaktiven Elementen ausgestattet ist folgende Webseite: https://www.leifiphysik.de/Gerne wird „LEIFIphysik“ auch in den Unterrichtsstunden verwendet – und zur Beantwortung weitergehender Fragestellungen oder zum Schließen von Lücken ist die Webseite sehr empfehlenswert! Zudem findet man dort etliche Übungsaufgaben samt einer Lösung, eine perfekte Vorbereitung auf Prüfungen.

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