Mit den 9. Klassen in der KZ-Gedenkstätte Dachau

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Wenn ich an das Konzentrationslager Dachau denke, dann fällt mir ein ... (Schülerskizze)

Am 19. Februar 2025 besuchten die 9. Klassen des Gymnasium Fridericianum Erlangen das Konzentrationslager Dachau. Der Ausflug war Teil des Geschichtsunterrichts und sollte den Schülerinnen und Schülern helfen, noch mehr über den Nationalsozialismus und die Auswirkungen von Diskriminierung, Intoleranz und Gewalt zu verstehen.Die weitläufige Anlage wirkte am Anfang gar nicht so bedrohlich oder beklemmend. Erst im Laufe der Führung durch erfahrene Lehrkräfte des Effner-Gymnasiums erfassten die Schülerinnen und Schüler den Schrecken und die bedrückende Atmosphäre dieses Ortes immer mehr. Die Rundgangsleiterinnen und -leiter führten die 9. Klassen in drei Gruppen durch die verschiedenen Bereiche des Lagers und brachten ihnen die schrecklichen Ereignisse, die dort stattfanden, näher.Dachau wurde 1933 als erstes Konzentrationslager der Nationalsozialisten eröffnet und wurde schnell zu einem Symbol für das Leid und die Grausamkeit des 3. Reichs. Ein bekannter, derber Ausspruch zur damaligen Zeit war: „Halt’s Maul, sonst kommst du nach Dachau.“ Die Klassen besichtigten die Baracken, das Lagergelände, die Krematorien und danach die verschiedenen Ausstellungen, die die Lebensbedingungen der Häftlinge, die verschiedenen Häftlingsgruppen und die grausamen medizinischen Experimente dokumentierten. Eine Schülerin schildert ihre Eindrücke folgendermaßen: „Die Bäume zwischen den Baracken haben mich sehr beeindruckt. Die Häftlinge sahen sie jeden Tag. Ich stelle mir vor, dass die Bäume für die Häftlinge eine Bedeutung hatten. Dazu fallen mir viele verschiedene Möglichkeiten ein, über die ich einfach noch nachdenken muss. – Berührt hat mich auch ein dickes Buch im Gedenkraum, worin alle Opfer des Konzentrationslagers verzeichnet waren. Die vielen Seiten mit Namen über Namen, wie in einem Telefonbuch aufgelistet, haben mir bildlich die 42.000 Menschen vor Augen geführt, die in Dachau gestorben sind.“Der Besuch des Konzentrationslagers Dachau war für die Schüler eine eindringliche Erfahrung. Sie vertieften so nicht nur ihr Wissen über die Geschichte des Nationalsozialismus, sondern auch über die Bedeutung von Menschlichkeit, Empathie und dem Einsatz für die Rechte anderer. Insgesamt war dies eine wichtige Gelegenheit, um die Vergangenheit zu reflektieren und hoffentlich Lehren daraus für die Zukunft zu ziehen.Text und Gestaltung: Emilia, Lena (9a) und Andrea Wiesner-Krotter 

Und der Wahlsieger ist …

Die Juniorwahl zur Bundestagswahl 2025 am FriciAm 18. und 20. Februar 2025 fand am Frici die Juniorwahl statt. Diese ist eine bundesweite Initiative, die es Schülerinnen und Schülern ermöglicht, im Vorfeld der regulären Wahlen ihre Stimme abzugeben und so den demokratischen Prozess bei Wahlen kennenzulernen.Die Vorbereitungen für die Juniorwahl begannen bereits einige Wochen vor dem eigentlichen Wahltag. Gemeinsam mit den Lehrkräften erarbeiteten sich unsere Wahlberechtigten, Schülerinnen und Schüler von der 8. bis zur 12. Jahrgangsstufe, die Funktionsweise von Wahlen, den Ablauf des Wahlvorgangs, das Wahlsystem, die Bedeutung von politischen Parteien und die Rolle der Wählerinnen und Wähler. Dabei wurden auch die aktuellen politischen Themen und die Programme der zur Wahl stehenden Parteien analysiert und diskutiert.Am Wahltag selbst war eine engagierte, heitere Abgeklärtheit spürbar: Unsere Jugendlichen zeigten sich als Wahlprofis. Im Wintergarten, unserem Wahllokal, gaben sie ihre Stimmen ab. Jede und jeder hatten eine Wahlbenachrichtigung erhalten und war im Wählerverzeichnis registriert. Mit dem Stimmzettel ging es in die Wahlkabinen und dann zur Wahlurne. Die Wahlbeteiligung lag bei ca. 73 % und wäre sicherlich noch höher gewesen, wenn nicht die Grippe- und Erkältungswelle viele von der Wahl abgehalten hätte. Der reibungslose Ablauf am Wahltag klappte auch deswegen so gut, weil das Wahlhelfer-Team, Mitglieder des AK-Politik, schon Erfahrungen in der Juniorwahl zur Europawahl 2024 gesammelt hatte.Als am 24. Februar dann die Ergebnisse der Juniorwahl bundesweit und am Frici ausgehängt wurden, bildeten sich dichte Trauben vor den Stellwänden. Gegen den bundes- und bayernweiten Trend waren die Grünen die Wahlsieger am GFE. In den Wahlnachlesen wurde klassenintern das Ergebnis ausführlich und kontrovers diskutiert.(Text u. Bilder: A. Wiesner-Krotter)

Einfach klassisch: Weimar

Die Schülerinnen und Schüler unserer Q12 sind am Mittwoch, 19. Februar, gut im Hostel im leicht verschneiten Weimar angekommen. Den Auftakt der Kultur-, Geschichts-, Literatur- und Theaterfahrt bildete der beeindruckende Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald. Die Lagerfläche war komplett verschneit, so dass sich die dunklen Fundamente stark von der hellen Fläche abzeichneten. Dadurch konnte man sich die Ausmaße des Lagers sehr gut vorstellen.Den Donnerstag über waren die Schülerinnen und Schüler kursweise in Weimar unterwegs. Der Tag beleuchtete die vielen Facetten, die Weimar zu bieten hat: angefangen vom „Freischwinger“, einem Design-Klassiker des Bauhaus-Museums, der besessen und auf seine Bequemlichkeit hin geprüft werden durfte, über den Wittumspalais der Herzogin Anna Amalia, den mit Anekdoten zu Goethes Leben garnierten Fußweg zum Gartenhaus bis hin zum tatsächlichen Buch-Aufschlagen in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, die nach dem großen Brand 2004 liebevoll wieder restauriert worden war.Kulturell vollgepackt war der Freitag: Vom Grab von Christiane Vulpius zum Goethe-Wohnhaus und Museum, Schiller-Wohnhaus, Caspar David Friedrich-Sonderausstellung, und abends dann noch Faust im Nationaltheater, bevor spät am Abend die Rückfahrt angetreten wird. Klassik ist nicht nur berückend schön, sie kann auch wirklich anstrengend sein!Kommt gut und sicher wieder zurück und erholt euch über das Wochenende! Vielen Dank für alle, die diese Fahrt unterstützt und möglich gemacht haben - auch an die Eltern!(Text: C. Schöffel, Fotos: S. Segler und Schülerinnen und Schüler der Q12) Alle

Offener Dialog – „Generation Zukunft“

Welche Erwartungen haben Schülerinnen und Schüler an die Politik und die Parteien?Welche Themen bewegen junge Menschen?Aus welchen Gründen geben viele junge Menschen unter 25 Jahren ihre Stimme an neue Parteien wie die AfD oder das BSW?Diese Fragen wurden in einem offenen Dialog unter dem Motto „Generation Zukunft: Erwartungen der Jugend an die Politik“ erörtert. Eingeladen dazu hatten der Erlanger Landtagsabgeordnete und Staatsminister des Inneren, Sport und Integration Joachim Herrmann und die CSU-Stadtratsmitglieder Frau Sophia Schenkel, Frau Irina Schmitz und Frau Alexandra Breun. 18 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Erlanger Schulen, allesamt Mitglieder der SMV oder eines AK Politik oder Debatte, fanden sich dazu am 09.01.2025 im Erlanger Rathaus ein. Jette Seidel und Jan-Felix Sieberer nahmen als Vertreter des Frici daran teil.Neben dem Thema „Klima“ kristallisierten sich dabei weitere Brennpunkte heraus: „Sicherheit auf den Straßen“ war eines davon. Hier wurde besprochen, dass vor allem für junge Frauen das Unsicherheitsgefühl auf Erlangens Straßen gewachsen ist. Welche präventiven Maßnahmen hier Abhilfe schaffen könnten, wurde von verschiedenen Seiten dargestellt.  Es wurde darauf hingewiesen, dass der Notruf nicht nur in akuten Notlagen, sondern auch in Situationen betätigt werden kann und sollte, in denen man sich bedroht oder unsicher fühlt. Des Weiteren standen Fragen über die fehlenden Gelder für Schulsanierungen und die Überfüllung der Erlanger Schulen in Fokus der Schüler. Welche Lösungen bleiben hier angesichts der enormen Haushaltslücke und mangelnden Personals in den planenden Stellen? Wie kann man überfüllte Klassen und Schulen vermeiden und mehr Platz schaffen? Hier konnten die Politiker wegen der aktuellen haushaltspolitisch klammen Situation Erlangens wenig Hoffnung auf eine Verbesserung der Lage machen. Angesprochen wurde auch die Verfassungsviertelstunde, die derzeit in den 6., 8. und 11. Klassen in einem Unterrichtsversuch ausprobiert wird. Die Schülerinnen und Schüler brachten hier zum Ausdruck, dass sie dies für sinnvoll halten und sich für die Zukunft einen Lehrplan mit festen Inhalten dafür wünschen würden. Nach dem zweistündigen Gespräch zogen unsere beiden Frici-Vertreter das Fazit, dass die Politik durch solche Treffen nahbarer wird, man durch das persönliche Gespräch zu mehr Einblicken ins politischen Geschäfts kommt sowie dadurch politische Entscheidungen nachvollziehbarer werden. Weitere derartige Austauschmöglichkeiten würden Jette Seidel und Jan-Felix Sieberer begrüßen. Es wäre toll, wenn mehr Dialog zwischen Schülern und Politikern zustande käme. (Text und Bild: Jette Seidel / Andrea Wiesner-Krotter)

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