Die Krippe steht auch bei uns

Eine halbe Stunde am Nachmittag des vorletzten Schultags, in dem Schülerinnen und Schüler, Eltern, Geschwister und Lehrkräfte gemeinsam in der dunklen Turnhalle um das Kerzenlicht sitzen, gemeinsam singen, gemeinsam zur Ruhe kommen - die Taizé-Andacht zum Auftakt der SMV-Weihnachtsfeier ist eine liebgewordene Tradition am Fridericianum, die einen Bogen zwischen dem prallgefüllten (Schul-)Alltag und der Weihnachtszeit schlägt.Bunt und betriebsam wird es aber nach dieser Auszeit auch wieder im Schulgebäude: Die Bläserklassen aus den Jahrgängen 5 und 6 spielen Weihnachtsmusik und zeigen, wie sie in dieser relativ kurzen Zeit schon in ihre Ensembles hineingewachsen sind. Das Symphonische Blasorchester greift die Motive auf, entwickelt sie souverän weiter und bringt Weihnachtslaune in die Pausenhalle.Daneben gibt es auch besinnliche Elemente: Luisa und Enikö bedanken sich in einer kurzen Eröffnungsansprache im Namen der SMV bei allen Beteiligten und wünschen den Besuchern einen schönen Einstieg in die Festzeit. Schülerinnen und Schüler der 10a tragen die bekannte Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium vor - auswendig und in klar moduliertem Altgriechisch. Und im Anschluss ist im Schulhaus für jeden etwas geboten: von der Kinderbetreuung für Geschwister über Wurst, Waffel, Popcorn oder Punsch, mit viel Zeit für Gespräche und Gelächter. Ruhig und dunkel wird es erst wieder auf dem Nachhauseweg - aber die meisten Besucher nehmen doch ein Lächeln mit aus der Schule!Wir bedanken uns bei allen, die die Schule und die pädagogische Arbeit im vergangenen Jahr begleitet und unterstützt haben, die Zeit, Kraft und Wohlwollen aufgewandt haben, und die auch an den Stellen Geduld und Nachsicht hatten, wo viele schulischen Aufgaben im Kalender eng nebeneinander gerutscht sind. Fröhliche Weihnachten und eine entspannte, heitere Festzeit! Wir freuen uns darauf, uns im neuen Jahr erholt und gesund wieder zu sehen.(Text: C. Schöffel, Bilder: M. Kuen)

Mit Pauken und Trompeten

Der Klang der Kirchenglocken eröffnete am Dienstag, 16. Dezember, das Weihnachtskonzert des Fridericianums, für das uns freundlicherweise die Altstädter Dreifaltigkeitskirche ihre Pforten geöffnet hatte. Einen erstesn musikalischen Glanzpunkt setzte das Blechbläserensemble, das ein virtuoses Arrangement einer Purcell-Sonate und von Bachs bekanntem Choralsatz "Jesu bleibet meine Freude" zum Klingen brachte.  Anschließend schlug das Unterstufenorchester in einer Reihe stimmungsvoller Sätze kammermusikalische Töne an. Dabei bot es mit "Vom Himmel hoch" auch ein erstes Schlaglicht auf Luthers bekannteste Liedschöpfung dar.  Den Bogen zwischen traditionellen und modernen, teils jazzig gesetzten Weihnachtsliedern schlug der - von Solisten und einem sicheren Fundament am E-Piano unterstütze - Unterstufenchor.  Effektvoll inszenierte im Anschluss der große Schulchor Gustav Holsts Deutung von "In the bleak mid-winter", einem mehrfach vertonten Gedicht von Christina Rossetti, bevor er das traditionelle englische Weihnachtslied "God rest you, merry gentlemen" zu Gehör brachte, das im gewählten Satz eingerahmt und begleitet war von dem atemberaubend präzise ziselierten Klang hektischer Pferdeschlittenglocken. Am Ende des kompakten Programms übernahmen Schul-, Projektchor und Orchester den Altarraum, um mit zwei Werken verschiedene motivische Stränge des Konzerts aufzugreifen und zu einem wirkungsvollen Abschluss zu bringen: Mit Pauken und Trompeten präsentierten sie zunächst Felix Mendelssohn Bartholdys fulminante Choralkantate "Vom Himmel hoch", bei der die lyrischen Arien stimmsicher durch schulische Solosängerinnen besetzt waren. Das Konzert klang aus mit Gustav Holst Weihnachtsfantasie "Christmas Day", in der "In dulci jubilo" ("Good Christian man, rejoyce"), "God rest you, merry gentlemen", "The First Noel (Nowell)" sowie "Come, ye lofty, come, ye lowly" in verschiedenen Variationen kunstvoll miteinander verwoben werden, bevor das Stück mit "Christ was born to save" spannungsvoll im Pianissimo verhallt. Nachdem sich dieser Eindruck gesetzt hatte, belohnte das Publikum die Beiträge mit lang anhaltendem Applaus. Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen Konzertabend möglich gemacht haben, nicht zuletzt an die Kirchengemeinde Erlangen-Altstadt! (Bilder: M. Kuen, C. Schöffel; Text: C. Schöffel)

Fröhliche Weihnacht am Fridericianum

Auch heuer gibt es wieder eine Reihe von Veranstaltungen zur Advents- und Weihnachtszeit, zu denen jeweils noch Elternbriefe folgen. Um Ihre Terminplanung zu erleichtern, laden wir bereits jetzt ganz herzlich ein zu ...einem Projektchor für die gesamte Schulfamilie: Geprobt werden Mendelssohns Choralkantate "Vom Himmel hoch da komm ich her" und Holsts Fantasy on Old Carols "Christmas Day", aufgeführt wird beim Weihnachtskonzert. Bei Interesse melden Sie sich bitte an der Schule.unserem traditionellen Orangenverkauf für die Hemalata Waisenhäuser in Indien am Samstag, 13. Dezember, in der Erlanger Fußgängerzone.dem Weihnachtskonzert am Dienstag, 16. Dezember, 19:30 Uhr in der Altstädter Dreifaltigkeitskirche. Die Einladung finden Sie hier.unserer Weihnachtsfeier mit der Weihnachtsgeschichte auf Altgriechisch und einer Taizé-Andacht am Donnerstag, 18. Dezember, 17 Uhr.(Stand: 04.12.2025)

Verona, mio amore

Nach dem Dauerregen am Anreisetag klärte sich das Wetter am Abend auf - passend für den Besuch von La Traviata in der Arena. Mittlerweile herrscht (zumindest weitgehend) brauchbares bis traumhaftes Wetter - und hoffentlich hält es durch bis heute (Sonntag) nach dem zweiten, freiwilligen Opernbesuch von Aida. Kommt sicher und voller grandioser Eindrücke wieder zurück!(Bilder: S. Segler, B. Michaeli)

GFE Night of the Proms

Der Mut unserer Musik-Fachschaft zum Open Air im stimmungsvollen Innenhof wurde belohnt: Der Mittwoch-Abend, 23. Juli, blieb trocken, die Temperaturen moderat, und die Stimmung ... war einfach überwältigend!Den Auftakt machten die berühmten vier Paukenschläge im ersten Satz von Beethovens "Schicksalssymphonie", bevor das Orchester mit Mars aus Holsts "Die Planeten" einen bedrängenden Krieg der (Klang-)Welten entfesselte. Im Anschluss zelebrierte der Chor fünf raffinierte und anspruchsvolle Sätze, die klanglich und ästhetisch perfekt in Szene gesetzt wurden. Den fulminanten Abschluss bot die Big Band mit einer Reihe von Klassikern, die unter die Haut (und in die Beine) fuhren - die heißen Rhythmen am Schluss wurden mit Standing Ovations belohnt. Was für ein sommerliches Konzert-Erlebnis! Ein ganz herzliches Dankeschön an ...Herrn Eckl und Herrn Schaller für die Einstudierung, das Mitspielen, das Dirigat, die Regie und den souveränen Überblick,an Vincent und Linus für die launige, publikumsaktivierende Moderation,an alle, die sich als Solisten bewähren durften und (wie Anesu mit seiner sonoren Stimme) den Innenhof zum Kochen brachten,an alle Mitwirkenden aus der ganzen Schulfamilie, auch für das geduldige Proben im Angesicht des Schuljahresendes, für Auf-, Abbau und für den Pausenverkauf,und natürlich an alle Besucher, die für die gute Laune gesorgt haben.(Bilder: M. Kuen - Text: C. Schöffel)

Wir laden ein zum Sommerkonzert

Wir laden herzlich ein zum Sommerkonzert des Fridericianum am Mittwoch, 23. Juli 2025, um 20:30 Uhr - nach Wetterlage als stimmungsvolles Open Air im Innenhof! Freuen Sie sich mit uns auf einen grandiosen musikalischen Abschluss des Schuljahres! 

„Stimmen der Vielfalt“ – Der Unterstufenchor zu Besuch beim Deutschen Chorfest

Alle vier Jahre findet das Deutsche Chorfest statt: In diesem Jahr war Nürnberg der Veranstaltungsort unter dem Motto „Stimmen der Vielfalt“ und der Unterstufenchor des Gymnasiums Fridericianum war dabei. In den Räumen der Musikpädagogik der FAU Erlangen-Nürnberg fanden am Freitag, den 30.5.2025, zahlreiche, spannende Workshops statt, an denen 25 Sängerinnen und Sänger unserer Schule begeistert teilnahmen. Außer uns waren über 600 Schülerinnen und Schüler aus 25 Schulen der Umgebung anwesend und brachten die Aula der FAU zum Klingen. Unsere Chorsänger und -sängerinnen waren sich nach dem großen Abschlusskonzert absolut einig: Es war toll, dass wir dabei waren!Text/Foto: Wasserscheid

Mit allen Sinnen Kunst erleben

Mit einer großen Vernissage öffnete das Fridericianum am Mittwoch, 9. April, die Tore für die traditionelle Kunst-Biennale. Zahlreiche Besucher ließen sich von der Veranstaltung begeistern und folgten der vorgeschlagenen Route durch das Schulgebäude. Überall konnte man Kunst bestaunen: als Performance, als Showeinlage auf dem Laufsteg, in Form von Studien, Skizzen, Ölgemälden, Aquarellen, Siebdrucken, liebevoll gestalteten Bilderbüchern, Figuren, Modellen und Installationen. Und überall konnte man direkt mit den Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch kommen. Das war Kunst zum Erleben in einer großen Gemeinschaft. Vielen Dank allen, die ihren Beitrag zum Gelingen des Abends geleistet haben!(Bilder: M. Kuen, C. Schöffel, Text: C. Schöffel)

Der letzte Zug

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Foto: Matthias Kuen 2025

Man stelle sich vor: Ein junger Mann hat einen deutschen Pass, ist vielleicht hier geboren, er ist in Deutschland aufgewachsen, fühlt sich als Deutscher, hat sich für Deutschland eingesetzt – und plötzlich ist er in seinem Heimatland nicht mehr willkommen, wird beleidigt, gedemütigt, angegriffen, verfolgt und soll am besten das Land verlassen. Von vielen Menschen, die sich als „echte“ Deutsche bezeichnen, wird er nicht als solcher angesehen. Warum? Weil er sich irgendwie unterscheidet; dies reicht den meisten schon, um ihn abzulehnen. Diese Menschen behaupten – und sie werden immer mehr –, der junge Mann schade dem Land und seinen Menschen, und er nutze es aus. Weil er dies aber nicht glauben will, bleibt er – denn es werden vielleicht auch wieder bessere Zeiten kommen. Doch die kommen nicht und es wird schleichend immer schlimmer …Darum geht es im Figurentheaterstück „Der letzte Zug“: Es ist das Jahr 1945. Siegfried, Margarethe und Jakob Goldberger sind die einzigen Überlebenden einer großen jüdischen Familie. Bei einem Schachspiel blicken sie Zug um Zug auf die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit zurück. Die Geschichte, an die sich die Goldbergers erinnern, beginnt im Jahr 1929: Siegfried Goldberger verlobt sich mit der Christin Margarethe. Noch sehen sie voller Zuversicht in die Zukunft. Doch schon bald verändert sich ihr ganzes Leben. Während das Paar sich frühzeitig in die USA absetzt, weigert sich der Vater Jakob mit den übrigen Familienmitgliedern seine deutsche Heimat zu verlassen. Als er sich endlich zur Flucht entscheidet, werden die Goldbergers von den Nationalsozialisten „evakuiert“. So beschreibt das Theater Kuckucksheim den Inhalt des Stücks auf seiner Homepage.Am Montag, den 26. Februar 2025 führte Stefan Kügel es in der Aula des Gymnasium Fridericianum vor 200 Schülerinnen und Schülern der 9. bis 12. Jahrgangsstufe und Lehrkräften auf. Mit jiddischen Liedern, historischen Originalaufzeichnungen und Berichten von aus Franken stammenden Zeitzeugen, aus Adelsdorf vor allem, wird diese Geschichte von Liebe und Leid, Vertrauen und Misstrauen, Heimat und Fremde begleitet. Nachdenklich und ergriffen hat es die Zuschauerinnen und Zuschauer hinterlassen.Nach der Vorstellung bestand die Gelegenheit, Fragen an den Schauspieler zu stellen. Stefan Kügel schilderte, wie es zu diesem Stück kam und warum es ihm ein Anliegen ist, dies gerade vor Schülern zu spielen: Der reichen jüdischen Kultur und der Gemeinde von Adelsdorf sowie deren Überlebenden des Holocaust soll damit ein Denkmal gesetzt werden, so dass diese nicht in Vergessenheit geraten. Zudem ist es ihm ein Herzensanliegen, gerade mit Blick auf unsere Gegenwart, vor Rechtsextremismus und der Beschädigung der Demokratie zu warnen. Aus genau diesem Grund setzten wir Organisatorinnen uns dafür ein, diese Aufführung an unsere Schule zu holen. Gerade weil populistische Strömungen, rechtsradikale und antisemitische Haltungen und Straftaten momentan in Deutschland und weltweit wieder zunehmen, ist Rechtsextremismus- und Antisemitismusprävention zunehmend gefragt. Hier will das Frici seinen Beitrag leisten, und seine Schülerinnen und Schülern in ihrer Entwicklung hin zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern einer Demokratie unterstützen. Diese Theatervorstellung stellt einen künstlerischen Zugang dar und ergänzt die zahlreichen anderen Bausteine und Ansätze des Fridericianum auf diesem Themenfeld. Ohne eine finanzielle Förderung durch die Bürgerbewegung…

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