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¡Hola a todos! Andalusien 2026

Studienfahrt Andalusien Q12 Spanischkurs

Tag 1: Ankunft in Granada

Nach langer Vorfreude und Vorbereitung ging es am 8.7. früh vom Flughafen Nürnberg aus los – Ziel: Málaga, das Tor zu Andalusien! Zu Beginn der Studienfahrt gab es eine lustige Aktion: Jede Teilnehmer hatte heimlich ein witziges T-Shirt für eine andere Person aus der Gruppe besorgt – und beim gegenseitigen Verschenken gab es kein Halten mehr vor Lachen. Manche Motive waren liebevoll gemein, andere einfach nur herrlich witzig. Ein Bild von der Aktion können wir hier leider nicht veröffentlichen … 

Kaum aus dem Flugzeug gestiegen, empfing uns die Sonne Südspaniens. Von hier aus ging es weiter mit dem Bus nach Granada, unserem ersten großen Etappenziel dieser Studienfahrt.
Die ALSA-Busfahrt durch die andalusische Landschaft war schon ein Erlebnis für sich: Olivenhaine, soweit das Auge reicht, sanfte Hügel und in der Ferne die noch leicht schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada – ein faszinierender Anblick.

Granada empfing uns mit seiner ganz eigenen Mischung aus maurischem Erbe und pulsierendem spanischem Alltagsleben.

Der Hunger nach der Reise war groß, und wo ließe sich der besser stillen als in den legendären Bodegas Castañeda? Dieses urige, traditionsreiche Lokal mitten in der Altstadt ist eine Institution, vollgehängt mit Schinken, alten Weinfässern als Tische und einer Atmosphäre, die sofort spanisches Lebensgefühl versprüht. Und dann kam die Überraschung, die uns alle begeisterte: Zu jedem Getränk gibt es hier gratis Tapas! Ein Prinzip, das in Granada Tradition hat und das wir alle sofort ins Herz geschlossen haben. Heute stand Rabo de Toro auf der Karte – geschmorter Ochsenschwanz, ein andalusisches Traditionsgericht, das butterzart auf der Zunge zerging. Zwischen Lachen, spanischem Sprachgewirr am Nachbartisch, dem Klappern der Teller, ersten eigenen Bestellungen auf Spanisch, benutzten Servietten am Boden, fühlte sich das wie echtes Eintauchen in die Kultur und Lebensfreude an – genau das, wovon uns Frau Beyer und Herr Böse oft schwärmten.

Gut gestärkt ging es weiter zur Iglesia de Santo Domingo, der Parroquia de Santa Escolástica. Was auf den ersten Blick wie eine ruhige Kirche wirkt, hat eine düstere Geschichte: Hier tagte einst das Tribunal der Heiligen Inquisition. Die Vorstellung, an diesem Ort zu stehen, an dem über Jahrhunderte hinweg Schicksale entschieden wurden, gab dem Nachmittag eine nachdenkliche Note und machte einigen von uns eindrücklich klar, wie lebendig Geschichte hier noch spürbar ist.

Dass dieser erste Tag so reibungslos und rundum gelungen ablief, ist nicht zuletzt der hervorragenden Vorplanung von Frau Beyer zu verdanken. Hier hat jemand mit Herzblut und Weitblick ein Programm zusammengestellt, das schon am ersten Tag zeigt, wie viel Liebe zum Detail dahintersteckt.

Der krönende Abschluss unseres ersten Tages war die gemeinsame Wanderung hinauf zum Mirador San Nicolás im Albaicín-Viertel. Dieser Ausblick raubt einem schlicht den Atem! Von hier oben liegt einem die Alhambra direkt gegenüber, majestätisch vor dem Panorama der Sierra Nevada. Als die Sonne langsam unterging und die Festung in goldenes Licht tauchte, begleiteten nur Gitarrenklänge der Straßenmusikers den Moment.

Fazit Tag 1: Ein Auftakt nach Maß! Zwischen Kulinarik, Geschichte und diesem unvergleichlichen Blick auf die Alhambra haben wir schon jetzt gespürt, warum Andalusien so viele Menschen verzaubert. Morgen erwartet uns die Alhambra selbst – wir können es kaum erwarten!

Tag 2: Faszination Alhambra

Der zweite Tag unserer Studienfahrt stand ganz im Zeichen des größten Schatzes Granadas und er hätte kaum andalusischer beginnen können. Bei Cafe con leche, knusprigem Tostada con tomate und frisch gepresstem Zumo de naranja ließen wir es uns in der Cafetería Agustín in der Altstadt gut gehen. So schmeckt Andalusien am Morgen – einfach, frisch und voller Sonne.

Statt Klassenzimmer gab es heute die Plaza de Bib-Rambla als Kulisse: Mitten im Herzen Granadas frischten wir unser Wissen über die spanische Geographie auf und näherten uns Schritt für Schritt der Geschichte der Alhambra – ihrer Entstehung, ihrer Bedeutung für das maurische Spanien und ihrer bis heute ungebrochenen Faszination – ein Geschichtsunterricht, den man so schnell nicht vergisst.

Gut vorbereitet machten wir uns gemeinsam auf den Weg hinauf zur Alhambra. Schon der Weg dorthin, vorbei an alten Mauern und durch schattige Wäldchen, steigerte die Vorfreude auf das, was uns erwartete.

Oben angekommen, tauchten wir ein in die Nasridenpaläste – ein Meisterwerk maurischer Baukunst mit filigranen Stuckarbeiten, kunstvollen Kachelmustern und beeindruckenden Innenhöfen. Direkt hinter dem Löwenpalast entdeckten wir zudem den Torre de la Rauda, den ehemaligen königlichen Grabturm der Nasriden-Dynastie – ein stiller, geschichtsträchtiger Ort abseits des großen Trubels.
Den Abschluss unseres Alhambra-Besuchs bildete ein entspannter Spaziergang durch den Generalife, die einstige Sommerresidenz der Sultane. Zwischen duftenden Gärten, plätschernden Brunnen, sorgfältig angelegten Wasserspielen und dubiosen Treppenabsperrungen ließ sich hier die andalusische Gartenbaukunst in ihrer schönsten Form erleben.

Nach so vielen Eindrücken war eine kurze Siesta im Hotel genau das Richtige, um neue Kraft zu tanken. Am Nachmittag ging es weiter zur Kathedrale von Granada, deren imposante Fassade und lichtdurchflutetes Inneres einen eindrucksvollen Kontrast zur maurischen Architektur des Vormittags bildeten.

Den Tag ließen wir bei einer gemeinsamen Tapas-Tour durch Granada ausklingen – ein perfekter Abschluss für einen ereignisreichen Tag voller Geschichte, Kultur und Genuss.

¡Hasta mañana!

(Text und Bilder: T. Böse mit Teilnehmerbeiträgen)